Sieben Stärkungen für die Seele

Bild einer Mutter die ihr Kind versorgt
Bild einer Mutter die ihr Kind versorgt
Schon vor Corona, doch seit Beginn der Pandemie erst recht dreht sich alles um Körper und Gesundheit. Um Abwehr von Krankheiten, Keimen und insbesondere Viren. Um Fragen des Schutzes, der Stärkung, ja des Boosterns unserer natürlichen Widerstandskraft. Um unsere Seele und die psychische Widerstandskraft (Resilienz) geht es weniger denn je. Doch erstens lässt sich das eine gar nicht vom anderen trennen: Unsere seelische Verfassung wirkt sich auf die körperliche Gesundheit aus und umgekehrt. Und zweitens nützt der gesündeste Körper nichts, wenn wir uns darin nicht wohlfühlen. Die folgenden sieben Booster für die Seele sind allesamt kostenlos, einfach anzuwenden und steigern garantiert das Wohlbefinden. Es bringt jedoch nichts, sie einmalig zu tun, quasi zu «erledigen». Um wirkungsvoll zu sein, müssen sie zur bewussten Routine im Alltag werden.
1. Kontakte pflegen
Beziehungen und Begegnungen mit anderen Menschen sind essenziell für uns. Sie geben uns Halt, ja einen Sinn im Leben, und inspirieren uns. Es ist gut, sich immer wieder zu überlegen, wer einem eigentlich wichtig ist. Die nächsten und weiteren Verwandten, Freundinnen aus der Schulzeit, Arbeitskollegen oder die Nachbarin: Mit wem wollen Sie verbunden bleiben? Ist ein Wiedersehen oder ein Austausch anderer Art geplant? Gibt es etwas, das die Beziehung fördern würde? Eine Aussprache? Eine Überraschung? Ein bisher unausgesprochenes Kompliment? Unsere Kontakte sind auch eine Gelegenheit, uns in Akzeptanz und Mitgefühl zu üben und etwas Gutes zu tun – was auch uns selbst ein gutes Gefühl gibt. Wenn Sie neue Menschen kennenlernen möchten, könnten Sie einem Verein beitreten oder sich ehrenamtlich engagieren. Ob für Menschen, Tiere oder die Umwelt: Sie werden sehen, es gibt überall Bedarf an Ihnen!
2. Draussen bewegen
Bewegung ist an sich schon ein Seelenbooster. Denn körperliche Betätigung stärkt ganz direkt die Nerven; zudem wird dabei ein wahrer Cocktail an Wohlfühl-Hormonen ausgeschüttet. Wir tun uns also durch und durch etwas Gutes, wenn wir einen aktiven Alltag pflegen. Noch besser tut es unserer Seele, wenn wir uns draussen in der Natur bewegen. Im Wald herrscht wohltuende Ruhe, Sie können sich von Sauerstoff in Hülle und Fülle beleben lassen und Ihre Aufmerksamkeit weglenken von Problemen, News, Social Media und was uns noch so alles beunruhigt und zerstreut – bis hin zu Vogelgezwitscher, dem Rauschen der Blätter, der Stille. Beim Waldspaziergang ist Bewegung zugleich Entspannung; ein wahrer Doppelbooster für die Seele. Wenn Sie keinen Wald in der Nähe haben, können Sie auf Umwegen nach Hause spazieren und die Aufmerksamkeit ganz auf Ihre Umgebung richten.
3. Sich äussern
Wir alle haben ein reiches Innenleben, und dieses will sich äussern. Bei Sorgen hilft es unmittelbar, sich jemandem anzuvertrauen, sei es einem guten Freund oder einer psychologischen Fachperson. Sich Schwierigkeiten und Schwächen einzugestehen, macht stark, und das Aussprechen wirkt Wunder – auch weil wir dabei merken, dass wir nicht alleine sind. Sich äussern kann aber auch heissen, sich kreativ auszuleben. Statt zu jammern und zu klagen, können Sie ein groteskes Theaterstück über den Unsinn des Lebens schreiben. Oder Sie nehmen Farben zur Hand, um zu zeichnen oder zu malen. Tanzen, musizieren, kochen oder stricken Sie es sich von der Seele – möglichst ohne Leistungsdruck. Das kreative Tun sollte ein Ausgleich sein zum Arbeitsalltag und nicht noch mehr Spannungen erzeugen. Seien Sie ziellos und lassen Sie es einfach fliessen.
4. Träumen und wagen
Das Leben ist bekanntlich kurz und schneller vorbei als gedacht. Dabei weiss interessanterweise niemand von uns, wann es so weit sein wird. Haben wir mit 25 wirklich das Leben noch vor uns? Stehen wir mit 40 in der Mitte des Geschehens? Sich auf die statistische Lebenserwartung zu verlassen wäre dumm. Weise hingegen ist es, sich der Endlichkeit des Lebens bewusst zu sein und sich zu überlegen, was man wirklich will. Fragen Sie sich immer wieder, ob es noch kleine oder grosse Träume gibt, die Sie sich erfüllen möchten. Gitarre spielen, Spanisch lernen, am Meer leben oder jemanden ansprechen, der*die Ihnen gefällt: Wagen Sie es! Jeder neue Impuls lässt die Seele aufleben.
5. Geniessen
Allzu oft zermürben wir uns mit sorgenvollen Gedanken. Wir brüten über längst Vergangenes, ärgern uns über ein Ungeschick oder ängstigen uns vor dem, was kommen könnte. Diese Gedanken sind nicht nur nutzlos, sie sind sogar schädlich, für unsere seelische Verfassung ebenso wie für unseren Körper. Nachgewiesenermassen wirken sich Stress und insbesondere Angst negativ auf das Immunsystem aus. Das beste Mittel gegen ungute Gefühle ist Genuss. Gönnen Sie sich täglich eine Extraportion Sinnlichkeit in Form von feinem Essen, schöner Musik, einer Massage oder einer anderen wohltuenden Beschäftigung. Versuchen Sie dabei ganz bewusst, alle Sorgen beiseitezuschieben und lassen Sie sich vollkommen auf die Sinnesfreuden ein.
6. Würdigen, was ist
Wir kennen sie wohl alle, jene innere Stimme, die nörgelt und uns vorhält, was wir noch immer nicht können oder haben. Wir alle wollen Glück, und das sofort und für immer. Doch «Glück» ist ein grosses Wort. Vielleicht tut es auch schon Zufriedenheit? Wenn es uns öfter schwerfällt, mit uns und unserem Leben zufrieden zu sein, dann hilft es, sich zu überlegen, was man alles hat. Ob gute Gesundheit, schöne Haare, einen Hund oder Humor: Der springende Punkt bei dieser Gedankenübung ist, dass wir nicht grübeln, was uns noch fehlt für das Glück oder was wir verloren haben. Stattdessen zählen wir auf, was an Schönem da ist und was unsere Stärken sind. Sich das Erreichte vor Augen zu führen, macht dankbar. Noch hilfreicher ist es, dies auf ein Blatt Papier oder in ein Dankes-Tagebuch zu notieren. Sobald die Nörgelstimme wieder laut wird, können Sie es nachlesen – und die Stimme wird verstummen.
7. Nichts tun
Wir sind ständig auf Trab und unter Druck, müssen leisten und funktionieren. Das ermüdet – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Schliesslich sind wir keine Maschinen, sondern fühlende Wesen. Es ist deshalb unumgänglich, sich immer wieder Pausen zu gönnen. Was können Sie tun zur Erholung und Entspannung? Ein Buch lesen? Aus dem Fenster schauen? Spazieren gehen? Oder ganz einfach nichts? Ob beim Tun oder Nichtstun: Üben Sie sich auch immer wieder in der viel gelobten Achtsamkeit und versuchen Sie, einfach nur im jetzigen Moment zu sein. Es gibt nichts Besseres für die Seele.

Im psychischen Notfall

Scheint alles ausweglos, unlösbar, schwarz? In akuten Krisen helfen die sieben Booster nicht; diese sind eine Form der Vorsorge in psychischer Gesundheit und dienen dem längerfristigen Aufbau von Resilienz und «Seelenfitness». Im psychischen Notfall ist unmittelbare Hilfe gefragt. Ob Sie eine*n Freund*in anrufen, Ihren Hausarzt, eine Psychologin oder die Dargebotene Hand (Tel. 143): Wichtig ist, dass Sie die Scham überwinden und sich Hilfe suchen. Dies erfordert Mut, kann aber auch Mut machen. Denn Hilfe in Anspruch zu nehmen ist kein Aufgeben, sondern Selbstermächtigung (Empowerment). Dadurch wird eine Er-Lösung des Problems möglich.

Über SolidaVita

SolidaVita ist eine Marke der SOLIDA Versicherungen AG mit Sitz in Zürich. Das Team besteht aus engagierten Versicherungsexpert:innen mit einer grossen Leidenschaft für innovative Lösungen. Die SOLIDA Versicherungen AG wurde 1982 von namhaften Krankenversicherungen gegründet und befindet sich heute im Besitz von Helsana und Concordia.

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Photo by Craig Adderley from pexels 

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