Die fünf besten Argumente pro und contra Sabbatical

Symbolbild Sabbatical

Das Sabbatical selbst hat in den letzten zwanzig Jahren eine steile Karriere hingelegt. Wer früher eine Pause vom Arbeitstrott brauchte, musste sich mit den vier oder fünf «normalen» Ferienwochen pro Jahr zufriedengeben oder die Stelle kündigen. Das hat sich zum Glück geändert nicht zuletzt, weil vermehrt auch Burn-outs zu einem Thema wurden. Heute zuckt kein*e Arbeitgeber*in mehr mit der Wimper, wenn Sie nach einer längeren beruflichen Auszeit fragen. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden gar von sich aus die Möglichkeit, nach einer gewissen Anzahl Jahre im Betrieb ein paar Monate unbezahlten Urlaub zu nehmen. Sabbaticals gehören also selbstverständlich zum Berufsleben dazu, und jede*r kann sich heute frei dafür oder dagegen entscheiden. Im Folgenden als kleine Entscheidungshilfe: die fünf besten Argumente pro und contra Sabbatical. Machen Sie auf beiden Seiten einen Strich für jedes Argument, das Sie überzeugt, und rechnen Sie am Ende ab.

Die fünf besten Argumente pro Sabbatical  

  • Ade grauer Alltag. Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr dasselbe: Die Routine des Arbeitslebens gibt Sicherheit. Wenn diese zu langweilen oder zu beklemmen beginnt und man sich immer öfter fragt, ob das Leben nicht noch mehr zu bieten hat, kommt ein Sabbatical wie gerufen. Es ist ein Ausstieg auf Zeit – ein gut portioniertes Abenteuer mit vielen neuen Inputs. 

  • Sicher ist sicher. Ein unbezahlter Urlaub ist definitiv eine spannende Sache. Danach wartet jedoch Ihr Arbeitsplatz auf Sie. Das Sabbatical bringt genau die richtige Mischung aus Wagnis und Sicherheit mit sich.  

  • Beruflicher Umstieg auf Probe. Wer mit dem Gedanken spielt, sich beruflich neu zu orientieren, kann das Sabbatical als Testphase nutzen. Während Ihrer Auszeit versuchen Sie sich probehalber in einer anderen Branche, machen ein Praktikum oder packen eine entsprechende Weiterbildung an.  

  • Mal was anderes. Ein Sabbatjahr ist zwar nichts Ungewöhnliches mehr, es bringt aber auf jeden Fall Würze in Ihr Leben, sowohl privat als auch beruflich. Wer mit der Familie ein Haus umbaut, in Tokyo Japanisch lernt oder sich eine Alpsaison lang als Senn*in versucht, hat etwas zu erzählen. Auch (künftige) Arbeitgeber*innen interessieren sich für ungewöhnliche Erfahrungen.  

  • Zeit für sich. Viele Burn-out-Betroffene wurden von der Diagnose überrascht. Mit einem Sabbatical ziehen Sie rechtzeitig die Notbremse oder beugen der drohenden Erschöpfung vor. Sich Zeit zu nehmen für sich ist eine sinnvolle Investition in die eigene Gesundheit! 

    Die fünf besten Argumente contra Sabbatical 

    • Was für ein Aufwand! Ein Sabbatical bringt einiges an Organisation mit sich. Denn es gilt zum einen dafür zu sorgen, dass im Hintergrund das «normale» Leben weiterläuft und dieses nach der Pause wieder in Angriff genommen werden kann. Zum anderen will auch die Pause selbst geplant und gestaltet sein. Das gibt ein paar Monate lang alle Hände voll zu tun. 
    • Es kostet. Zuerst einmal Zeit – siehe den soeben erwähnten Aufwand. Das Sabbatical kostet aber auch Geld, und zwar mindestens das Gehalt, das Sie während des unbezahlten Urlaubs nicht verdienen. Es kostet oft auch noch mehr, denn vermutlich verbringen Sie die Auszeit nicht untätig zu Hause.
    • Knick und Lücke. Eine berufliche Auszeit kann zu einem Karriereknick führen und im Lebenslauf eine Lücke hinterlassen, die erklärt sein will. Dieser Risiken muss man sich bewusst sein. Befördert und gefördert werden die Fleissigen – nicht die, die dem Unternehmen gerne mal den Rücken zudrehen. 
    • Noch mehr Druck. Die Gefahr besteht, dass die berufliche Auszeit noch mehr Stress mit sich bringt als der Beruf selbst. Dies gilt für das Organisieren eines Sabbaticals, aber auch für dieses selbst. Auf dem Sabbatical lastet ein gewisser Erwartungsdruck. Es muss sich lohnen. Tut es das in jedem Fall? 

    • Und danach? Je toller die Pause war und je mehr Abwechslung und Erfüllung sie Ihnen gebracht hat, umso schwieriger ist es, danach wieder ins Berufsleben einzusteigen. Jetzt droht erst recht die Sinnkrise. Oder Sie stellen zurück im Job fest, dass sich Ihre Aufgaben geändert haben oder das Umfeld nicht mehr dasselbe ist. Die Zeit bleibt nirgends stehen …

    Haben Sie sich entschieden? 

    Haben Sie Ihre Striche pro und contra Sabbatical zusammengezählt? Dann ist Ihre Entscheidung jetzt klar. Es sei denn, beide Seiten haben Sie gleichermassen überzeugt … Im Fall eines Gleichstands haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können beispielsweise die einzelnen Argumente unterschiedlich gewichten (3Punkte: extrem überzeugend, 2Punkte: sehr überzeugend, 1Punkt: überzeugend) und nun nochmals alles zusammenrechnen. Oder Sie lassen das Rechnen und Abwägen bleiben und fragen Ihr Bauchgehirn um seine Meinung. Meistens haben wir unsere Entscheidung längst getroffen – wir müssen nur noch dazu stehen!  

     

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