I Stock 2189616697
Zurück zur Übersicht

Frühjahrsputz: die praktische Checkliste

Ich sehe Staub. Das Regal sollte mal geputzt werden – aber nicht jetzt. Vielleicht später. Solche Gedanken kennen wir alle. Wir sehen, was zu tun wäre, und schieben es trotzdem auf. Nicht weil wir faul sind, sondern weil wir täglich kleine Verhandlungen mit uns selbst führen. «Vielleicht später», heisst es dann. Dieses Verhalten hat einen Namen: Prokrastination. Ein sperriges Wort – und ein kleiner Zungenbrecher. Gemeint ist das unnötige Aufschieben von Aufgaben, obwohl wir ganz genau wissen, dass sie erledigt werden sollten. Umgangssprachlich spricht man auch von «Aufschieberitis».

Die Gründe dafür sind oft banaler, als man denkt: Die Aufgabe wirkt zu gross, der Einstieg ist unklar oder der eigene Anspruch zu hoch. Häufig beginnen wir erst unter Zeitdruck – oder gar nicht. Das Gegenteil davon nennt sich Präkrastination: der Drang, Aufgaben möglichst sofort zu erledigen.


Prokrastination hat viele Facetten und kann für manche Menschen zu einer echten Belastung werden. Deshalb widmen wir uns diesem Thema in einem eigenen Beitrag ausführlicher.
Für den Frühjahrsputz hilft jedoch oft ein einfacher Trick in der Verhandlung mit uns selbst: irgendwo ganz klein anfangen. Das senkt die mentale Einstiegshürde – und durch das direkt sichtbare Ergebnis wird Dopamin ausgeschüttet. 

Konkret: Wie kommt man vom Wollen ins Tun?

Die Idee ist simpel: Man beginnt nicht mit einem grossen Plan, sondern mit einem kleinen Schritt. Zum Beispiel das Fenster öffnen und frische Luft hereinlassen, eine Oberfläche abwischen oder den Küchentisch ernsthaft freiräumen und den Stapel Papiere so einsortieren, dass wieder nachhaltig Platz geschaffen wird. 


Diese wenigen Minuten reichen oft, um den Anfang zu machen – durch ein positives Ergebnis steigt die Motivation, und es läuft wie von selbst. Und wie bei vielen Projekten gilt auch beim Frühjahrsputz die Regel: Gute Vorbereitung spart Zeit. Putzmittel, Handschuhe, Leiter und Tritt – am besten ist alles griffbereit, bevor es losgeht. So unterbricht nichts den Arbeitsfluss, und das Putzen wird deutlich effizienter.

Nachhaltig putzen mit einfachen Hausmitteln

Für nachhaltiges Saubermachen braucht es meist weniger Spezialreiniger, als man denkt. Viele klassische Hausmittel funktionieren hervorragend und schonen gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel. Das sind zum Beispiel: 

  • Natron: Neutralisiert Gerüche, hilft gegen Fett und eignet sich für Backofen, Abflüsse oder Teppiche. 
  • Essig: Löst Kalk und eignet sich für Bad, Wasserkocher oder Kaffeemaschine. 
  • Zitrone: Wirkt antibakteriell und sorgt für frischen Duft. 
  • Backpulver: Hilft gegen eingebrannte Verschmutzungen. 

Wer Reinigungsmittel kaufen möchte, kann zudem auf umweltfreundliche Haushaltsreiniger achten – viele Marken bieten inzwischen nachhaltige Alternativen mit weniger Chemie und recycelbaren Verpackungen.

Griffbereit sollten zudem sein: 

  • Waschbare Lappen und Schwämme
  • Fensterabzieher
  • Staubsauger
  • Besen
  • Wassereimer
  • Putzhandschuhe
  • Fleckenradierer für Wände 

Und dann Musik oder den Lieblingspodcast anmachen – und los geht’s. Grundsätzlich gilt beim Putzen: Von oben nach unten arbeiten und von einer Raumecke zur anderen, sodass man sich nicht selbst in die Quere kommt oder ein bereits gereinigter Bereich nicht gleich wieder verschmutzt wird. 

Checkliste für den Frühjahrsputz

Eine Checkliste zum Abhaken, Raum für Raum, hilft zusätzlich, motiviert zu bleiben. Mit jeder erledigten Aufgabe wächst das gute Gefühl, und das Ergebnis lässt sich sehen.

Nach dem Putzen: Zeit zum Durchatmen

Nach getaner Arbeit darf und soll man bewusst innehalten. Nicht nur, um sich zu erholen, sondern auch, um wahrzunehmen, was man geschafft hat. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein gutes Essen, ein Abend mit Freund*innen oder einfach in Ruhe auf dem Sofa: In einer frisch gereinigten Wohnung fühlt sich all das klarer und leichter an. 

 

Doch der eigentliche Gewinn geht über das Sichtbare hinaus. Mit jedem aufgeräumten Regal, mit jeder erledigten Ecke haben wir nicht nur Ordnung gemacht, sondern auch die Entscheidung getroffen, von der Prokrastination ins Tun zu kommen. 

 

Der Frühjahrsputz ist also mehr als nur eine Pflicht, er ist ein kleiner Neustart. Ein Moment, in dem wir zeigen, dass Veränderung nicht gross sein muss, sondern dort beginnt, wo wir gerade sind. Schritt für Schritt entsteht daraus nicht nur ein sauberes Zuhause, sondern auch ein Gefühl von Kontrolle, Klarheit und neuer Energie. Und genau dieses Gefühl nehmen wir am besten in die nächsten Aufgaben mit.

Wir sind für Sie da

Telefon / E-Mail

Kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen gerne weiter. Schnell und unkompliziert.

Persönliche Beratung

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen und kostenlosen Beratungstermin.